EURO CUP 1999
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STREET Fire, Division 1 (4-Zylinder) und Division 2 (2- bis 3 Zylinder)

Die Renngeschichte von zwei Eidgenossen mit dem Team Fast Seven, in der deutschen Seriensport-Meisterschaft

Die Division 1 und Division 2 werden wegen den kleinen Startfeldern zusammen gestartet aber einzeln gewertet. Letztes Jahr beim Finale von Patrick Keller bei der Triumph-Challenge bestritt auch Oliver Badertscher ein Gastrennen bei der Samurai Klasse (4-Zylinder nur Japaner). Die Division 1 und Division 2 werden wegen den kleinen Startfeldern zusammen gestartet aber einzeln gewertet. Letztes Jahr beim Finale von Patrick Keller bei der Triumph-Challenge bestritt auch Oliver Badertscher ein Gastrennen bei der Samurai Klasse (4-Zylinder nur Japaner).

Für Flaschy stand nach diesem Rennen fest, dass er 1999 bei diesem EURO CUP wieder dabei sein würde. Nach einigem hin und her im Winter 99 stand schlussendlich fest, dass Oliver Badertscher und Patrick Keller zusammen die Schlacht zum EURO CUP Titel bestreiten würden. Ihre Frauen Sylvia und Diana versicherten, bei allen Rennen möglichst mit dabei zu sein. Von einem Verwandten von Sylvia erhielten sie einen Wohnwagen mit Zelten für die ganze Saison ausgeborgt. Motorradanhänger waren gleich deren zwei zur Verfügung und die Racing Infrastruktur hatte Patrick von der letzten Saison noch bereit. Flaschy meinte zwar immer dass Patrick zuviel Material mitschleppt, aber manchmal hatte man trotzdem irgend etwas nicht dabei, was man noch hätte brauchen können. Einmal wurden die Zwei nach dem einrichten der Box von Rennfahrerkollegen gefragt, ob noch weitere Motorräder kommen würden, so viel Material hatte man dabei.

Vor dem ersten Rennen waren Flaschy und Patrick zum Training mit Pro Speed auf dem Salzburgring. Patrick hatte damals ein Sturzverbot auferlegt bekommen, da er drei Tage später ohne Gips heiraten sollte. Vor dem ersten Rennen waren Flaschy und Patrick zum Training mit Pro Speed auf dem Salzburgring. Patrick hatte damals ein Sturzverbot auferlegt bekommen, da er drei Tage später ohne Gips heiraten sollte.

Start auf dem Salzburgring Salzburgring Man sieht es kaum aber es regnet und ist nass!  Die treuen Fans vom Team Fast Seven.  Salzburgring-Regentraining   Salzburgring-Siegesfeier Diana+Padi

Salzburg "Raindays" 1. und 2. Lauf vom 21. bis 23.09.1999

Nach den Flitterwochen von Diana und Patrick im Südtirol, ging es am Mittwoch den 19. Mai, mit zwei Zugfahrzeugen, Motorradanhänger und Wohnwagen endlich los zum 1. und 2. Rennen nach Salzburg. Nach den Flitterwochen von Diana und Patrick im Südtirol, ging es am Mittwoch den 19. Mai, mit zwei Zugfahrzeugen, Motorradanhänger und Wohnwagen endlich los zum 1. und 2. Rennen nach Salzburg.

Nach ca. 7 Stunden Reisezeit musste das Team lernen wie schwierig es sein kann, bei Wind ein Zelt aufzustellen. Wenigstens scheint die Sonne und die Temperaturen sind auch gut, dachten alle dabei und freuten sich schon aufs Training. Bei dieser Veranstaltungen, waren unsere Eidgenossen beim EURO CUP, zusammen mit der deutschen Pro Superbike Meisterschaft in Salzburg. Sämtliche weiteren deutschen Meisterschaftsklassen (Supersport, 125ccm, 250ccm, R6 Cup, Bot, SoT, Seriensport und Seitenwagen) waren auch mit dabei am Ring. Leider wurden die Rennen des EURO CUP nur eine Woche vor Veranstaltungsbeginn von Samstag und Sonntag auf Freitag und Samstag vorgeschoben. Schade, hätte man doch am Sonntag endlich einmal ein grosses Publikum vor sich gehabt.

Am Donnerstagabend nach dem ersten Training war es dann soweit, mit dem Geschenk vom lieben Petrus. Damit nicht nur die Überschwemmungsgebiete etwas vom Regen haben, bescherte man unserem Team einen Regenguss wie es alle lange nicht mehr erlebt hatten.
 
Nach dieser Sinnflutnacht in welcher die Meisten wegen dem Regengetöse schlecht schliefen, ging es am Freitagmorgen um 8.00 Uhr mit dem ersten Zeittraining los. So hätte wenigstens der Zeitplan ausgesehen, aber bei dieser Veranstaltung schien nichts richtig zu klappen. Für die Zeitmessung werden meistens Transponder eingesetzt und diese waren schlichtweg nicht aufzutreiben. Die starken Regengüsse hatten die Strecke verschmutzt, so dass die Streckenposten mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Zudem warteten vor der Strecke mindestens 30 riesige Sattelschlepper von verschiedenen Teams auf Einlass. Das ist auf dem Salzburgring nicht einfach, da die Trucks über die Rennstrecke gelassen werden müssen.

Das Training verlief dann mittelprächtig, Flaschy verlor fast seinen Auspuff und Patrick hatte beim ersten Training das Fahrwerk im Regen nicht im Griff. Zum Rennen hin hatten die Beiden auch dank der guten Mechaniker alles wieder unter Kontrolle, Flaschy auf dem zweiten - und Patrick auf dem dritten Startplatz. Von ursprünglich 25 gemeldeten Fahrern waren noch 19 im Rennen. Wenige Kollegen hatten die 115 % Hürde, welche nur hier bei diesem Anlass Gültigkeit hatte, nicht geschafft oder waren durch Stürze ausgeschieden.

Die Tafel mit der Aufschrift "wet race" zu Beginn des Rennens hätten die sich sparen können, da es ja dauernd unübersehbar regnete. Flaschy sicherte sich in diesem Rennen mit über 14 Sekunden Vorsprung den 1. Platz und Patrick den dritten Rang was in seiner Kategorie ebenfalls den 1. Platz bedeutete. Man muss nicht beschreiben, wie diese zwei Siege für die Eidgenossenschaft vom Team gefeiert wurden.

Am Samstag wurde das Rennen der Street Fire von 17.00 Uhr auf 12.30 Uhr vorverschoben. Es war am Morgen trocken und sogar die Sonne versuchte hier und dort durchzuscheinen. Pünktlich zum Start setzte auf der noch trockenen Strecke Nieselregen ein. Aus Erfahrung wussten Flaschy und Patrick, dass die Strecke sicher für 2 bis 3 Runden fast wie trocken befahrbar bleiben würde. Die Beiden nutzten dieses Wissen sogleich aus, um einen sicheren Vorsprung auf die Verfolger heraus zu fahren. Leider brach schon in der dritten Runde das Schaltgestänge von Flaschy’s Suzuki. Beim runterschalten auf die schnelle Fahrerlagerkurve erschrak Flaschy über das Fehlen des Ganghebels so, dass er beim anbremsen auf die Kurve überbremste und stürzte (blieb aber zum Glück unverletzt). Die Wertungsrichter für den schönsten Sturz im Rennen waren leider nicht anwesend, weil ihnen die trockenen Kleider ausgegangen waren und die Wertungstafeln aus Karton vom Regen aufgeweicht waren, denn Flaschy hätte sicher Höchstnoten erhalten. Wenigstens unsere Seitenwagenpiloten vom Muntot Racing Team, Stefan Kiser, Sanapo Tino, Michael Häberli und Jürg Sauter welche zufällig in dieser Kurve zuschauten, würdigten seinen Abgang mit einer gereichten Zigarette.

Nun fuhr da plötzlich ein Schweizer einsam und alleine, denn auf den jetzt Zweitplazierten, war eine grosse Lücke von sicher 8 Sekunden entstanden. Am ende konnte Patrick mit über 16 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Matz Himmelmann, das Rennen sogar mit dem 1. Platz in der Gesamtwertung gewinnen.

Am Sonntag führten sich alle noch gemütlich die Pro Superbike und die Seitenwagenrennen mit den zwei Topteams Kiser/Sanapo und Häberli/Sauter zu Gemüte.

Team-Fast-Seven 1999  < Das Team Fast Seven (Seven steht für 3- plus 4 Zylinder)

Hockenheim 3. bis 4. Lauf vom 18. bis 20. Juni 1999

Die Anreise zu dieser Rennstrecke ist ein wahrer Genuss, da die Reisezeit auch mit Anhänger nicht mehr als drei Stunden dauert. Wie bei Fast Seven mittlerweile üblich, wird ein perfektes Lager mit Essplatz im Zelt vor dem Wohnwagen etc. aufgebaut. Zusätzlich hatte man hier einen Drittel einer riesigen BOX genau beim Wohnwagen gemietet. Eigentlich fehlte nur noch jeweils die Ersatzmaschine um perfekt gerüstet zu sein.

Am Freitag starteten Flaschy und Patrick das Wochenende mit einem Racing Perfection Training mit Frank Heidger, welcher aktiver Pro Superbikefahrer ist. Dort lernten die Beiden beim Kurs für Rennfahrer den kleinen Hockenheimkurs perfekt zu fahren.
  
Der Samstag fing für Patrick nicht allzu gut an, da er beim ersten freien Training schon das Gefühl hatte, er müsse unbedingt noch die Leute vom Streckenposten am Ende der Zielgeraden kennenlernen. In der Folge hatte er die Triumph mit dem ersten Schotterdesign ausgestattet und den Auspuffquerschnitt um die Hälfte reduziert.

Das 1. Zeittraining verlief dann aber schon viel besser. Patrick konnte von den total 33 Fahrern, seine 1. Poleposition für ein Rennen herausfahren. Flaschy konnte sich den fünften Platz in der zweiten Reihe sichern welcher für einen guten Start auch immer gut ist. Das Rennen selber verlief für beide sehr gut. Flaschy beendete das Rennen auf dem zweiten Gesamtplatz und in seiner Klasse auf dem 1. Platz. Patrick konnte seine Poleposition nicht bis ins Ziel retten, aber ein 3. Platz in seiner Klasse ist auch nicht schlecht oder?

Am Sonntag hatte man, da ausnahmsweise Zeit vorhanden war, ein zweites Zeittraining für die Startaufstellung zum 2. Rennen. Flaschy belegte bei diesem Zeittraining den sechsten Platz in der zweiten Reihe und Patrick den siebenten Platz gleich neben ihm. Nach heissen Duellen an der Spitze sicherte sich Badertscher den 2. Platz hinter Döbler und vor Himmelmann. Keller wurde hinter Druschel und Kaufmann auf dem 3. Platz in seiner Klasse abgewunken.

TRIUMPH Daytona 955i im Renntrimm. < Die 955i              Flaschi Divison 1 und Padi Division 2 <Flaschi und Padi #4

Oschersleben "DUCATI-Festival" 5. und 6. Lauf vom 25. bis 27. Juni 1999

Am Abend der Anreise konnte das Team Fast Seven direkt eine BOX beziehen, welche von Andy Burkart und Stefan Knoll gesponsort wurde. Da in Oschersleben gleichzeitig das einzige diesjährige DUCATI Festival stattfand, gab es einen riesen Aufmarsch an Rennfahrern und Fans.

Am Freitag Morgen konnten Flaschy und Patrick nur dank Andy und Stefan trainieren. Man wusste vom Euro Cup aus nämlich nicht, dass man sich schon im April für das Training bei Ducati März hätte anmelden müssen. Die Kontrollkleber für das Training waren aber zum Glück übertragbar und Stefan sowie Andy wollten auch nicht den ganzen Tag ohne Pause fahren.
 
Endlich Samstag und gleichzeitig Renntag. Da an diesem Anlass neben dem Euro Cup auch noch viele Ducatiklassen ihr Rennen zu bestreiten hatten, war der ganze Tag stark mit Zeittrainings ausgebucht. Die STREETfire-Leute hatten zwei Zeittrainings und das erste Rennen erst um 18.00 Uhr. Das Zeittraining verlief für beide Swiss-Racer recht gut. Flaschy konnte sich die Poleposition ergattern und Patrick den fünften Platz in der zweiten Reihe. Das Rennen selber war dann von Stürzen überschattet was schon nach der fünften Runde zum Abbruch führte. Aus Zeitnot waren alle Rennfahrer mit der Wertung des Rennens einverstanden was keinen Neustart mehr nötig machte. Flaschy kam somit hinter Himmelmann auf den 2. Platz und Patrick belegte in seiner Division hinter Druschel ebenfalls den 2. Platz.
  
Am Sonntag mussten wir bereits um 8.00 Uhr zum Warm up ausrücken. Das Rennen war bereits auf 10.45 Uhr geplant. Nach dem Start setzten sich Badertscher und Druschel schnell vom Feld ab und bauten zusehends Ihren Vorsprung aus. Der dritte Himmelmann liess in der letzten Runde Kaufmann und Keller passieren, da diese zwei nicht in seiner Division mitkämpften. In einer Schlussattake kurz vor Ziel konnte sich Keller noch den 2. Platz bei den Zwei- und Dreizylindern erkämpfen. Badertscher sicherte sich mit 2 Sekunden Vorsprung vor Druschel den 1. Platz.

Padi unterwegs zum Meistertitel.  Meister - EURO CUP - Divison 2 - 1999  < Trotz Ausfall im letzten Rennen, Meister 1999 in Division 2

Brünn das Finale, 7. und 8. Lauf vom 26. bis 30. August 1999

Endlich Mittwoch 25. August und damit Zeit die Bikes aufzuladen. Markus Nägeli von MÄGE MOTOS hatte sehr viel seiner freien Zeit geopfert um noch termingerecht den Motor der Triumph zusammen zu mechen, welcher beim Training mit Gunti Racing Schweiz einen Defekt erlitt. Auch bei Oliver lief es bis zum Schluss noch sehr hektisch ab. Kurz vor dem Aufladen hatten seine Mechaniker von Röllin Motos noch einen Riss im Rahmen entdeckt, der natürlich sofort geschweisst werden musste.

Am Donnerstag ging es dann um 6.00 Uhr von Bargen aus los. Das Team hatte sich für dieses Mal entschlossen ohne Wohnwagen aufzubrechen. So konnten Sylvia, Flaschy, Diana und Patrick bequem im Chevi von Flaschy nach Brünn düsen.
 
Freitag 6.30 Uhr Tagwache, 8.00 Uhr technische Abnahme und anschliessend Fahrerbesprechung. Das Training verlief für Patrick recht locker ab, da er bereits bei seinem Training vor fünf Wochen alles wesentliche vorbereitet hatte. Flaschy’s Bike sorgte für viel Arbeit bei unseren Mechanikern. Ein Ölschlauch hatte sich zu nahe an die Krümmerrohre gewagt und dies mit dem Verlust seiner Dichtheit gebüsst. Es grenzt an ein Wunder, dass er mit dem Öl am Hinterreifen nicht gestürzt war und sich nach einem Rodeoritt ins Kiesbett retten konnte. Sven, einer unserer deutschen Freunde hatte die rettende Idee für die Reparatur, was Oliver dann zur Rennteilnahme hin rettete. Das Zeittraning beendete Keller auf dem zweiten Platz und Badertscher auf dem fünften Platz.

Das Rennen beendete Flaschy nach einem spannenden Rennen auf dem 2. Platz in seiner Division und Patrick konnte sich dank grossem Vorsprung zu seinen direkten Konkurrenten trotz Kupplungsproblemen, doch noch auf dem 2. Platz in seiner Klasse durchs Ziel retten. Patrick Keller war mit diesem 2. Platz bereits punktemässig Meister in seiner Division der zwei- bis dreizylindrigen Maschinen.

Samstag der entscheidende Tag für Flaschy und Matthias um den Titelgewinn in Ihrer Klasse. Leider war dann beim letzten Rennen nicht mehr viel los mit der Triumph, diese verabschiedete sich mit Zündzeitpunktsensoraluminiumblechhalterungsschaden aus dem Rennen. Aber noch schlimmer traf es den Titelanwärter in der Klasse der 4-Zylinder Bikes. Unser Oliver Badertscher stürzte nämlich leider auf dem zweiten Platz fahrend und musste mit gebrochenem Kupplungshebel das Rennen aufgeben.

Flaschy wurde trotzdem noch Vice-Meister in seiner Division was ja auch sehr gut ist.

Nochmals speziellen Dank an alle Sponsoren, da ohne fremde Hilfe im Motorsport fast nichts mehr ohne grosse Geldsorgen läuft.

Merci auch den Mechanikern Marcel Keller, Manfred Schatzl und Roland Vogelsanger welche abwechslungsweise mit Rat und Tat zur Seite standen.

Nicht zu vergessen Diana Keller und Sylvia Bächler, welche über alle Rennen hin unseren Rennfahrern Patrick und Flaschy den nötigen psychischen Rückhalt gaben.

An dieser Stelle herzlichen Dank an alle die während dieser Rennen das Team Fast Seven besucht haben.

Team Fast Seven
Pressedienst

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